Food Noise erkennen
und leiser stellen
Food Noise ist nicht immer leicht zu erkennen, weil er sich oft schon ganz normal anfühlt. Wer ihn identifiziert, kann ihn vielleicht nicht einfach ausstellen, aber lernen, besser damit klarzukommen. Ziel ist es, dass Essen irgendwann wieder eine notwendige und schöne Nebensache wird. Und mehr nicht!
Unterschiedliche
Anzeichen von Food Noise:
Der erste Gedanke am Morgen gilt dem Essen und/oder dem eigenen Gewicht
Gedanken an Essen sind so präsent, dass sie von Arbeit, Gesprächen oder vom Einschlafen ablenken
Mahlzeiten werden weit im Voraus geplant – auch ohne Hunger oder organisatorische Notwendigkeit
Lebensmittel und Mahlzeiten werden automatisch in „gut“ und „schlecht“ eingeteilt
Nach fast jeder Mahlzeit entsteht der Impuls, sie „auszugleichen“ – durch Verzicht oder Sport
Abweichungen vom Essensplan lösen Schuldgefühle aus
Kalorien, Kohlenhydrate oder „Ausnahmen“ werden innerlich verhandelt
soziale Anlässe werden gedanklich mit Essensstrategien vorbereitet
Wie man besser mit Food Noise umgehen kann:
Verlässliche, regelmäßige Mahlzeiten - ein Körper, der weiß, wann er Energie bekommt, schlägt weniger Alarm
Ausreichend Essen, vor allem Dinge, die satt machen - genug Energie reduziert die gedankliche Beschäftigung mit Nahrung
Schlaf priorisieren - Schlafmangel erhöht nachweislich Appetit- und Belohnungssignale im Gehirn und bringt Hunger- und Sättigungshormone durcheinander
Ernährungsinput reduzieren - permanente Beschallung mit Regeln, Trends und Optimierungsversprechen hält das Thema “Essen” künstlich wach
Sich selbst zuhören – Hunger und Sättigung wahrnehmen, ohne sie sofort zu bewerten
Wenn der Leidensdruck zu groß wird: professionelle Hilfe holen – anhaltendes gedankliches Kreisen um Essen ist behandelbar
Food Noise in den Wechseljahren.
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